B-Streptokokkentest
B-Streptokokken sind normalerweise harmlose Besiedler der Vaginalschleimhaut, die sich bei etwa jeder dritten Schwangeren finden lassen.
Bei der Geburt ist eine Übertragung auf das Neugeborene möglich. Dadurch können beim Kind schwere Infektionen kurz nach der Geburt oder auch erst nach 1–6 Wochen auslöst werden.
Eine Lungen- und Hirnhautentzündung durch Blutvergiftung kann die Folge sein. Mit neurologischen Schäden und Langzeitfolgen ist zu rechnen. In schweren Fällen kann das Neugeborene versterben.
Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt
dringend einen Testung auf Streptokokken in der Schwangerschaft, auch wenn die Krankenkassen diese nicht erstatten.
Wenn bekannt ist, dass eine Schwangere eine vaginale Besiedelung
mit Streptokokken aufweist, wird unter der Geburt eine einfache Antibiotikagabe an die Frau verabreicht. Eine Übertragung der Streptokokken auf das Kind und damit lebensbedrohliche Infektion kann somit in fast allen Fällen verhindert werden.